World Robotics 2019 – Service Robots

Serviceroboter weltweit auf Wachstumskurs

Gewerblich und privat genutzte Serviceroboter verzeichneten 2018 zweistellige Zuwachsraten. Detaillierte Marktanalysen präsentiert das neue Jahrbuch World Robotics 2019 – Service Robots, ein Kooperationsprojekt der International Federation of Robotics (IFR) und des Fraunhofer IPA.

Gewerblich und privat genutzte Serviceroboter verzeichneten 2018 zweistellige Zuwachsraten. © Fraunhofer IPA

2018 wurden 61 Prozent mehr gewerblich genutzte Serviceroboter verkauft als im Vorjahr. Das entspricht insgesamt 271.000 verkauften Einheiten. Diese hatten einen Wert von 9,2 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 32 Prozent. Zwei Branchen treiben diese Zahlen hauptsächlich: Mobile Roboter wie autonom navigierende fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) und Inspektionsroboter machen mit 41 und 39 Prozent den Hauptanteil am Verkaufserfolg aus.

Logistik ist stärkster Markt
Wie auch in den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach FTF beachtlich. Diese sind zum großen Teil, nämlich 103.000 Stück, außerhalb des produzierenden Gewerbes im Einsatz, allen voran im E-Commerce. Aber auch in großen Krankenhäusern sorgen FTF für verbesserte intralogistische Abläufe. Auf die Produktion entfallen noch 7.700 FTF. Insgesamt hat sich der Umsatz um 53 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar gesteigert. Die verkauften Einheiten stiegen um 60 Prozent. Von diesem Boom profitieren vor allem nordamerikanische Firmen, denn sie lieferten 2018 einen Großteil aller verkauften Systeme.

Weitere umsatzstarke Branchen sind neben den genannten Inspektionsrobotern auch Medizinroboter. Deren verkaufte Stückzahlen bleiben zwar deutlich hinter den genannten Branchen zurück, sie sind dafür aber hochpreisig. So erzielten 5.100 verkaufte Einheiten einen Anteil von knapp einem Drittel am Gesamtumsatz der gewerblichen Servicerobotik. Weitere Wachstumsmärkte sind Roboter für die Landwirtschaft, insbesondere für die Feld- und Ackerbearbeitung und in geringerem Umfang auch Melkroboter, sowie Exoskelette. Letztere sind „Roboter zum Anziehen“, die Kraftunterstützung bieten und somit für ein ergonomischeres Arbeiten sorgen. Zudem sind sie bereits vielfach in der Rehabilitation im Einsatz. Über alle Branchen hinweg betrachtet lassen die Prognosen vermuten, dass im Jahr 2022 erstmals eine Million gewerblich genutzte Serviceroboter verkauft werden könnten.

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Entlastung zuhause ist willkommen
Auch privat genutzte Serviceroboter sind stark nachgefragt. Sie verzeichneten 2018 ein Umsatzplus von 15 Prozent, was einem Gesamtwert von 3,7 Milliarden US-Dollar entspricht. Insgesamt wurden 16,3 Millionen Systeme verkauft, ein Anstieg von 59 Prozent. Treiber dieses Erfolgs sind automatische Helfer im Haushalt: Rund elf Millionen Geräte saugen Staub oder reinigen den Boden. Wachstumspotenziale zeigen auch Spiel- und Entertainmentroboter sowie Assistenzsysteme, die hilfsbedürftige Menschen im Alltag unterstützen. Von dem Boom privater Serviceroboter profitieren asiatische und amerikanische Hersteller; der europäische Markt hat hier mit einem Anteil von nur vier Prozent noch viel Wachstumspotenzial. as

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