Arbeitsmarkt 4.0 auf der Jobmesse Bielefeld

Wie sieht die Zukunft 4.0 aus, die schon Gegenwart ist?

Die Jobmesse in Bielefeld bot die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Dieser fand auch statt am Refa-Nordwest-Stand unter der Fragestellung: Wie wird sich die Arbeit in den Betrieben verändern – und was müssen Menschen können, um sich in der digitalen Welt von Morgen zurechtzufinden?

Lars Pielemeier, REFA OWL-Geschäftsführer (2. von rechts), lud zur Stehtisch-Diskussion. Von links: Moderatorin Dr. Birgit Lutzer, Steffen Raebel, Christian Fraedrich, Prof. Dr. Thomas Jensen und Dirk Kremer. (Foto: Jana Kremer)

Gastgeber Lars Pielemeier, Geschäftsführer des Refa-Regionalverbands Ostwestfalen-Lippe stellte an den zwei Messetagen bunt gemischte Stehtisch-Diskussionsrunden zusammen. Neben Refa-Nordwest-Experten waren die Fachhochschule der Wirtschaft, die Bundesagentur für Arbeit, die Firmen Itelligence, Dirk Kremer Consulting und LVQ dabei. Klar wurde dabei: Der technische Wandel ist in vollem Lauf – und wer verharrt, bleibt auf der Strecke.

Christian Fraedrich, Refa-Lehrbeauftragter und European Industrial Engineer, schilderte den technischen Wandel bei einem mittelständischen Gerätehersteller, für den er seit vielen Jahren tätig ist. „Die Fertigung hat sich komplett geändert. Wir haben die Produktion inzwischen auf U-Linie umgestellt. Diese ermöglicht eine verbesserte Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und erleichtert die zügige Monate der Geräte.“

Digitale Strategie sollte schon entwickelt sein

Itelligence wiederum setzt digitale Anforderungen von Kunden in „Softwarelandschaften“ um, wie Recruiter Johannes Kluge erläuterte. „Die Entscheidungsträger in Betrieben sind da manchmal noch skeptisch und halten an dem fest, was jahrelang funktioniert hat.“ Eine digitale Strategie müsse eigentlich schon vor mehreren Jahren entwickelt worden sein. Und spätestens in der Gegenwart sei höchste Dringlichkeit gefragt. „Die Firmenchefs müssen sich überlegen, wie sie sich technologisch sowie in Hinsicht auf ihre Mitarbeiter und deren Qualifizierung aufstellen.“

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Mit der Qualifizierung zukünftiger Arbeitskräfte befasst sich auch die Fachhochschule der Wirtschaft. Der Leiter des FHDW-Campus Bielefeld, Professor Dr. Thomas Jensen, beleuchtete in seinem Beitrag die zwei Seiten der digitalen Medaille – die Anforderungen des Arbeitsmarktes an Hochschulabsolventen und die Aufstellung der Fachhochschule, was digitale Lehr- und Lernformen anbetrifft.

„Digitalisierung bewegt den Arbeitsmarkt“

Das Thema „Digitalisierung und lebenslanges Lernen“ beschäftigt Steffen Raebel als Geschäftsführer Operativ der Bundesagentur für Arbeit in Bielefeld. Er sagte: „Digitalisierung bewegt den Arbeitsmarkt bereits: Arbeitsbilder verändern sich zügig, neue Kompetenzen sind gefragt.“ Dies sei eine Riesenchance für den Einzelnen und bedeute gleichzeitig Verantwortung. „Kontinuierliches, lebenslanges Lernen sowie Flexibilität bilden die Grundlage, um erfolgreich an der Neustrukturierung des Arbeitsmarktes teilzuhaben.“

LVQ Weiterbildung ist spezialisiert auf die Vermittlung fachspezifischer Themen und anerkannter Abschlüsse aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Geschäftsführer Lars Hahn: „Unsere Kernkompetenzen liegen in der Ausbildung von Hard Skills – beispielsweise im Qualitäts- und Umweltmanagement oder im Beauftragtenwesen.“ Doch neben technischem Know-how sieht auch er Managementkompetenzen wie organisatorische und kommunikative Fähigkeiten als bedeutsam an, um sich in der digitalen Arbeitswelt zu behaupten. as

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