Prozessoptimierung

Schraubsystem mit digitaler Zukunft

Deprag stellt auf der Motek das neue Schraubsystem Deprag Plus vor, das sich aus der neuen Ablaufsteuerung AST12 und dem zugehörigen Schraubwerkzeug zusammensetzt. Dies kann sowohl ein Hand- oder Einbauschrauber sein.

Das Schraubsystem setzt sich aus der neuen Ablaufsteuerung AST12 und dem zugehörigen Schraubwerkzeug zusammen. © Deprag

Die neu entwickelte Ablaufsteuerung AST12 ersetzt zukünftig die Vorgängersteuerungen und bietet ein durchgängiges, flexibles Konzept bezüglich den Schnittstellen zur Anlagenkommunikation und den Industrie-4.0-Schnittstellen. Die Ansteuerung kann sowohl über E/A Standard, Profibus oder Industrial Ethernet (Profinet, EtherCat, EtherNet/IP) erfolgen. Als Industrie 4.0 Schnittstellen stehen OPC UA, MQTT, REST und FTP zur Verfügung. Sie sind Voraussetzung für die machine-to-machine Kommunikation und den reibungslosen Datenaustausch – das Plus an Konnektivität.

Mit dem AST-Manager liegt für die Steuerung eine zentrale Bedienoberfläche vor, mit der sich Schraubprogramme erstellen lassen, Software freigeschaltet oder einfach nur allgemeine Einstellungen verwaltet werden. Die webbasierte Bedienoberfläche ist im Responsive Design und laut Herstellerangaben für jedes Endgerät geeignet.

Schraubprogramme organisieren
Außerdem lassen sich mit dem AST-Manager erstmals Schraubprogramme organisieren und Programmgruppen erstellen. Dies ermöglicht dem Kunden eine einfache Strukturierung der Schraubprozesse nach Bauteilvarianten oder Produkten. Ein schneller Wechsel und einfaches Wiederfinden der Schraubprogramme bezogen auf ein Produkt bedeuten erhebliche Zeitersparnis im Montageprozess und die Reduzierung der Leerlaufzeit.

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Systemeinstellungen und Schraubparameter können als Backup gesichert oder auf andere Ablaufsteuerungen übertragen werden. Zudem veranlasst ein herkömmlicher WLAN-Client die kabellose Kommunikation zwischen PC und Ablaufsteuerung, zum Beispiel bei schlecht zugänglichen Ablaufsteuerungen in der Maschine oder geringen Platzverhältnissen. Mit dem Hypertextübertragungsprotokoll https ist des Weiteren eine sichere Übertragung von Informationen gewährleistet.

Das Schraubsystem Deprag Plus steht als zentrale Plattform sowohl für Hand- als auch für Einbauschrauber bereit. Bei sich ändernden Montageanforderungen ist das System somit vielseitig einsetzbar, der Schulungsaufwand reduziert sich und mit dem AST-Manager ist eine intuitive Bedienerführung gegeben. Mit den Deprag-Apps stehen zusätzliche Softwarelösungen und Updates zur Verfügung. Nach Bedarf können verschiedene Schnittstellen und auch Schraubverfahren freigeschaltet werden.

Neu ist auch die Option, Logikfunktionen kundenspezifisch zu hinterlegen: Verschiedene Montageabläufe, wie Scannen, Bauteil klemmen, Schraubplatte sperren oder Position prüfen können zukünftig logisch miteinander verknüpft werden. Dafür stehen fünf Eingänge und acht Ausgänge zur Verfügung. Durch die Anbindung von Hand- oder Einbauschrauber an die Steuerung, ist es nun auch möglich mit dem Schraubsystem manuelle und stationäre Schrauber mit dem gleichen Drehmoment anzubieten.

Die Schrauber werden von einem robusten, bürstenlosen Hochleistungsmotor angetrieben. Dabei geschieht die Signalübertragung vollständig digital über ein einziges Schrauberkabel und der Anschlussstecker am Schrauber entspricht dem rauen Industrieumfeld – mögliche Störfälle sind so auf ein Minimum reduziert.

Überwachung und Analyse von Montageaufgaben
Unterstützt wird dieVernetzung der Schraubsysteme durch das neue Deprag-Cockpit: Die Software erlaubt die Überwachung und Analyse von Montageaufgaben und liefert die Analysewerkzeuge für eine stetige Prozessoptimierung und Erkennung von Trends. Die Daten von mehreren Firmenwerken samt ihren Produktionslinien mit den angeschlossenen Geräten laufen zentral an einer Stelle, dem Cockpit, zusammen. Dabei können die Fertigungsanlagen auch weltweit verteilt sein. Über das „Internet der Dinge“ kann das Cockpit dezentral konfiguriert und aktuelle Betriebsdaten abgefragt werden.

Dies ermöglicht dem Anwender Potentiale frühzeitig zu erkennen und auf Veränderungen kurzerhand zu reagieren. Durch die schnelle Optimierung der Schraubprozesse ist weniger Nacharbeit nötig, die Produktionszeit verbessert sich und die Qualität der Fertigung und der Produkte kann sichergestellt oder sogar gesteigert werden. as

Halle 5, Stand 5302

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