Mensch und Maschine

Mit Assistenz zur Digitalisierung

Die Industrie wandelt sich. Die Digitalisierung fordert neue Arbeitsmodelle, neue Ansätze und Ideen. Wer aber die Vorteile von Mensch und Maschine effizient zu nutzen weiß, braucht vor der Digitalisierung keine Angst zu haben.

Der Schlaue Klaus unterstützt im Wareneingang. © Optimum

Die Digitalisierung und die Automatisierung sorgen für zahlreiche Schreckensszenarien, die von der Bedrohung von Arbeitsplätzen, von den Gefahren der Digitalisierung bis zum Niedergang ganzer Bevölkerungsgruppen wie der Mittelklasse reichen. Doch die Vorstellung, dass wir alle von Robotern ersetzt werden, ist vor allem eine dystopische Erzählung. Wandel von Strukturen und Arbeitsplätzen durch technische Entwicklungen hat es immer schon gegeben. Die Verbreitung von LKWs ab den 50er Jahren beispielsweise hat die Binnenschifffahrt massiv beeinträchtigt. Reedereien mussten schließen, Seeleute und Hafenarbeiter verloren ihre Jobs. Auf der anderen Seite war es nötig, Lastwagen zu bewegen, Straßen auszubauen und Logistikzentren zu errichten. Eine Welle der Arbeitslosigkeit blieb aus. Arbeitnehmer bildeten sich fort oder schulten um, damit sie den sich ändernden Anforderungen gerecht wurden.

Diese Entwicklung wird sich wiederholen. Schon heute lässt sich feststellen, dass die Digitalisierung nicht dafür sorgt, dass Roboter Mitarbeiter ersetzen. Vielmehr geht es um Systeme, die es Mensch und Maschine ermöglichen enger und vernetzter zusammenarbeiten. Ein solches System entwickelte die Firma Optimum aus Karlsruhe mit dem Assistenzsystem Schlauer Klaus. „Als Spezialisten für industrielle Bildverarbeitung und intelligente Datenbanken haben wir ein Assistenzsystem entwickelt, das die Zusammenarbeit von Mensch und Computer in Echtzeit ermöglicht“, erklärt Optimum-Geschäftsführer Wolfgang Mahanty das Prinzip. „Der Schlaue Klaus lässt sich in beinahe jede Arbeitsumgebung implementieren und ist dank dreier neuronaler Netzwerke in der Lage, eigenes Wissen selbstständig zu erweitern.“

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Im Einsatz bei zahlreichen Firmen, von Audi über Liebherr bis Miele, überzeuge der digitale Assistent mit einer hohen Erkennungsrate, einer unkomplizierten Bedienung und einem offenen visuellen Feedback. Er unterstützt beim Zusammenbau verschiedener Komponenten, erkennt einzelne Bauteile und entlastet so Mitarbeiter. Die Folge: Steigende Qualität, eingesparte Zeit eingespart und fehlerfreie Arbeitsschritte.

Wolfgang Mahanty sieht in diesem System die Zukunft: „Die Überführung von analogen in digitale Daten, deren Aufbereitung und Bereitstellung für alle Mitarbeiter eines Unternehmens und die ständige Erweiterung dieses Wissens wird die Arbeitswelt von morgen definieren.“ as

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