Kommunikation in der Arbeitswelt

Digitaler Zwilling für den Wissenstransfer

Die Corona-Pandemie erfordert neue Wege der Zusammenarbeit. Lösungsansätze für die Kommunikation in der Arbeitswelt der Zukunft haben die Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und für Produktionstechnik und Automatisierung IPA parat.

Future Work Lab: Augmented und Virtual Reality-Anwendungen ermöglichen kostengünstige Planungen und schnellere Anpassungen des Produktionssystems bei Turbulenzen auf dem Shopfloor. © Fraunhofer IAO/Ludmilla Parsyak

Aus der Produktion ist der digitale Zwilling nicht mehr wegzudenken, er stellt eine Schlüsselkomponente der Industrie 4.0 dar. Er bildet den gesamten Produktionsprozess ab und ermöglicht jederzeit den direkten Eingriff in die Fertigung. Er ist die digitale Repräsentanz eines realen Objekts in der digitalen Welt. Forscher vom Fraunhofer IAO und vom Fraunhofer IPA machen sich den digitalen Zwilling nun erstmals für den Bereich des Wissenstransfers zunutze: Bislang konnten sich Interessierte im Future Work Lab am Stuttgarter Campus über neue Forschungsarbeiten und Lösungen informieren und sich vor Ort neue Methoden erklären lassen. Im Projekt FutureWork360 wird mithilfe eines Laserscanners ein digitaler Zwilling der Laborumgebungen erstellt, diese werden in die digitale Welt verlagert und online verfügbar gemacht. Der Technologiepartner Hemminger Ingenieurgesellschaft realisiert die Visualisierung.

Virtueller Zugang zu Forschung und Innovation
Der 360-Grad-Scanner erfasst unsere Labore räumlich und macht sie über eine Online-Plattform zeit- und ortsunabhängig begehbar“, sagt Yeama Bangali, Wissenschaftlerin am IAO und Projektleiterin. Über www.futurework360.de kann man sich nun auf virtuelle Touren durch die Labore begeben und diese zunächst einmal selbst erkunden. Zur Auswahl stehen die Touren Additive Fertigung, Assistenzsysteme, Digitale Planung und Vernetztes Produktionssysstem.

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Seit Ende März bieten Bangali und ihr Team geführte Touren an. In Online-Besprechungsräumen sind Live-Q&A-Sessions möglich. Texte, Videos und Bilder illustrieren die Forschungsinhalte. Virtual Reality macht beispielsweise verschiedene Formen der Mensch-Maschine-Kollaboration erfahrbar. „Interessiert sich ein Unternehmen für ein spezielles Exponat, laden wir es zu einer Online-Websession ein. Der digitale Austausch in den virtuellen Laboren wird gut angenommen, wie wir bereits in Webinaren mit französischen Unternehmen des Industrie- und Forschungsverbunds der Kunststoffverarbeitung Plastipolis feststellen konnten“, so die Forscherin.

Neue Arbeitsformen kommen dem Klimawandel zugute
Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderten Projekt FutureWork360 soll erforscht werden, wie virtuelle Formen der Zusammenarbeit künftig aussehen können. „Unser Ansatz bewährt sich in Krisenzeiten und darüber hinaus. Ein Tag der offenen Tür, ein Open Lab Day etwa, ist mit unserer Online-Plattform auch digital machbar. Zudem ermöglichen wir ein klimafreundliches, problemloses Arbeiten im internationalen Kontext. Flüge entfallen und infolgedessen die Reisekosten“, betont Bangali. Die Forscherin und ihre Kollegen arbeiten derzeit an neuen Kollaborationstools und optimieren den digitalen Zwilling der Future Work Labs. as

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