Schwerlaststapler

Betonplatten feinfühlig transportieren

Konecranes hat einen Schwerlaststapler für den Betonexperten von Wöhrl entwickelt. Bis zu neun Meter lange Beton- und Ziegel-Fertigteile mit einem Stapelgewicht von bis zu 16 Tonnen werden damit ins Außenlager und auf Lkw transportiert.

Der Schwerlaststapler hebt dank individuell konzipierten Zinken und einer Gabelerweiterung bis zu neun Meter lange und 16 Tonnen schwere Beton-Fertigteile. © Konecranes

Mit Beton wird gebaut – in großem Maßstab. Das Gemisch aus Kies, Sand, Zement und Wasser ist beliebt. Es speichert Wärme, ist feuerbeständig und bietet große Gestaltungsfreiheit. Neben der flüssigen Variante, die im Mischer zur Baustelle gefahren wird, kann der flexible Baustoff auch als Fertigteil im Werk produziert und dann verbaut werden. Gerade für den effizienten und schnellen Hausbau sind Fertigteile geeignet, 2017 wurden mehr als neun Millionen Quadratmeter Wand- und 30 Millionen Quadratmeter Deckentafeln auf diese Weise hergestellt. Die fertigen, bis zu 16 Tonnen schweren Teile müssen bei Wöhrl Ziegel & Fertigteile unbeschadet aus der Produktion ins Außenlager und auf den Lkw transportiert werden. Dafür hat Konecranes einen besonders feinfühligen Schwerlaststapler mit widerstandsfähiger Hydraulik konzipiert.

Schwerlaststapler mit flexibler Gabel
Elementdecke, Balkone, Treppen und Sonderteile stellt Wöhrl für eine große Bandbreite von Anwendungen in Berghaselbach bei Freising her. Das Familienunternehmen mit 170 Jahren Erfahrung bietet ein Portfolio von 100 unterschiedlichen Produkten – neben Betonteilen auch Ziegel. Eine in Bayern einzigartige Angebotskombination. Die Fertigteile sind drei bis 16 Tonnen schwer und können bis zu neun Meter lang sein.

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Mit einer Mastkamera hat der Fahrer des neuen Schwerlaststaplers SMV 16-1200 C sein Transportgut immer im Blick. © Konecranes

„Damit unsere Produkte unbeschadet am Bau ankommen, müssen sie schonend transportiert werden“, erläutert Thomas Wöhrl, Geschäftsführer und Inhaber. „Deshalb legen wir sie auf Doppel-T-Träger.“ Diese werden dann vom Schwerlaststapler angehoben und an ihren Lagerplatz gebracht. Dabei muss der Stapler einerseits sehr robust sein, weil sich Betonstaub aus dem Werk und Außenlager an- und in der Hydraulik absetzt. Gleichzeitig ist Feinfühligkeit und Flexibilität gefragt: Um optimal in die Träger zu passen, müssen die Zinken des Schwerlaststaplers speziell geformt sein. Zudem muss sich die Gabel erweitern lassen, damit der Stapler auch große Teile sicher aufnehmen kann.

Konecranes hat deshalb den Schwerlaststapler vom Typ SMV 16-1200 C mit einer Gabelerweiterung und Zinken mit spezieller Nut ausgestattet. „Damit passen die Zinken optimal zu den Doppel-T-Trägern“, sagt Uwe Höß, Sales Manager bei Konecranes Lifttrucks Deutschland. „Die Gabel lässt sich auf bis zu vier Meter Länge erweitern und die Zinken einzeln hydraulisch nach links oder rechts verfahren.“ So kann der Fahrer die Doppel-T-Träger auch aufnehmen, wenn er nicht im perfekten Winkel anfährt – bei konventionellen Gabeln muss der Stapler zurücksetzen und erneut ansetzen. Die neue Maschine mit einem Radstand von 3,75 Metern hebt die bis zu 16 Tonnen schweren Fertigteile maximal vier Meter hoch.

Ein HLL (Hydraulik Longlife) Feinfiltersystem fängt kleinste Partikel ab und schützt so die Hydraulik. © Konecranes

Überblick dank Kamera
„Wenn große Betonteile hoch gestapelt werden, muss der Fahrer den Überblick behalten und präzise arbeiten können“, betont Uwe Höß. „Dank einer Kamera direkt oben am Mast sieht der Fahrer immer, wo er die Gabel hin lenkt, auch in vier Meter Höhe.“ Zudem ist der Stapler mit einem Inchpedal ausgerüstet. Uwe Höß: „Tritt der Fahrer auf die Bremse, wird der Fahrantrieb von der Bord-Hydraulik getrennt und die volle Leistung steht für das Hubwerk zur Verfügung.“ Der Stapler kann so mit großen Lasten sicher rangieren.

Im Beton- und Ziegelwerk von Wöhrl muss besonders die Hydraulik des Schwerlaststaplers robust sein und aggressiven Betonstaub aushalten. Die Lösung von Konecranes: Ein HLL (Hydraulik Longlife) Feinfiltersystem fängt Partikel ab drei Mikrometer Größe ab – mehr als viermal so feine wie normale Filter. Das verlängert das Ölwechsel-Intervall von 4.000 auf bis zu 12.000 Stunden. Damit verringert sich der Wartungsaufwand und der Stapler ist länger einsatzbereit.

Komfortabel Betonteile heben
Mit der Optima-Kabine von Konecranes haben auch die Fahrer eine übersichtliche und angenehme Arbeitsumgebung. Die vibrations- und geräuschgedämpfte Kabine ist mit einem luftgefederten Sitz ausgestattet – auf dem neuesten Stand der Ergonomie. Über ein Farbdisplay hat der Fahrer zudem die Bilder der Mast- und Rückfahrkamera immer im Blick. as

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