Verlegung der Landesstraße

Schubert: Größte Baumaßnahme der Firmengeschichte gestartet

Am 8. Oktober haben nach einer knapp fünfjährigen Planungsphase offiziell die Baumaßnahmen zur Standorterweiterung von Gerhard Schubert in Crailsheim begonnen. Die Baumaßnahmen im Gesamtumfang von mehr als 30 Millionen Euro sollen bis Juni 2022 abgeschlossen sein.

(v.l.n.r.): Jochen Fessel (Fessel Architekt ), Marcel Kiessling (Gerhard Schubert ), Jörg Steuler (Stadt Crailsheim), Jürgen Schäfer (Leonhard Weiss), Gerhard Schubert, Peter Gabriel (Gerhard Schubert ), Claus-Peter Grimm, Jörg Wüstner (Ingenieurbüro Grimm), Gerhard Schacht, Stefan Markus (Stadt Crailsheim). © Gerhard Schubert

Durch die Verlegung der angrenzenden Landesstraße L2218 entsteht der dringend benötigte Platz für den Bau einer neuen Vormontagehalle sowie eines weiteren Verwaltungsgebäudes. Gerhard Schubert übernimmt dabei sämtliche Kosten der Straßenverlegung.Das stetige Wachstum des Unternehmens macht die kontinuierliche Erweiterung der Montageflächen für die Top-Loading (TLM)-Verpackungsmaschinen erforderlich. „Deshalb eruierten wir schon 2014 zum Baubeginn unserer jetzigen Montagehalle Halle-1-Nord gemeinsam mit der Stadt Crailsheim die Möglichkeiten zur Erschließung weiterer Bauflächen für eine langfristige Planung“, erklärt Peter Gabriel, Geschäftsführer bei Schubert.

Nach vielen Gesprächen mit der Stadt, verschiedenen Interessensgruppen von Bürgern, Anwohnern und Umweltverbänden sowie dem Regierungspräsidium in Stuttgart erfolgten dann im Jahr 2017 erste konkrete Planungsschritte und Bauvoranfragen.Im Oktober 2018 schließlich gab die Stadt Crailsheim den Startschuss zur Planung und Umsetzung der Werkserweiterung. Unter Federführung von Sozial- & Baubürgermeister Jörg Steuler und seinen Ressortleitern Stefan Markus (Ressort Stadtentwicklung) und Gerhard Schacht (Ressort Bauen & Verkehr) war es dank der einvernehmlichen Zustimmung des Gemeinderats möglich, innerhalb von nur neun Monaten die Bebauungspläne, Flächennutzungspläne und Bauplanung zur Verlegung und zum Neubau der Dr.-Bareilles-Straße (L2218) offiziell und final genehmigen zu lassen.

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Das Schubert Firmengelände wird um eine große Montagehalle sowie ein vierstöckiges Verwaltungsgebäude in Richtung Norden erweitert, so dass Platz für 300 neue Mitarbeiter entsteht. © Gerhard Schubert

Starke Partner in der Umsetzung
Das bislang größte Bauvorhaben in der Firmengeschichte des Crailsheimer Verpackungsmaschinenherstellers ist eine Herausforderung. Die gesamte Planung und Bauleitung der Straßenverlegung übernimmt das Ingenieurbüro Grimm aus Ellwangen, ausführendes Bauunternehmen wird das Satteldorfer Unternehmen Leonhard Weiss sein. Die erforderlichen geologischen Gutachten für den Baugrund sowie die kontinuierliche geologische Begleitung obliegt dabei dem Geologischen Büro von Günther Weid-Lachs aus Fichtenau. Gerhard Schubert, Firmengründer von Schubert, wird persönlich und in direkter Zusammenarbeit mit dem auf Industrie und Gewerbebau spezialisierten Architekten Jochen Fessel die Infrastruktur und die neuen Gebäude planen.

Gebaut werden eine 5.000 Quadratmeter große Montagehalle sowie ein 4.400 Quadratmeter großes, vierstöckiges Verwaltungsgebäude für insgesamt 300 neue Mitarbeiter. Das Unternehmen wird darüber hinaus alle Kosten für den Neu- und Rückbau der L2218 übernehmen. Mit einem Anteil von etwa fünf Millionen Euro am Gesamtbudget fallen darunter auch Baumaßnahmen zum verbesserten Lärmschutz, verschiedene ökologische Ausgleichsmaßnahmen und die gesamte neue Infrastruktur, inklusive des Baus neuer Radwege.

Alle von der Stadt und den Interessensvertretern geforderten Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit Gerhard Schacht und nach den Vorgaben der Stadt Crailsheim umgesetzt. Der formelle Geländetausch soll dann nach der geplanten Fertigstellung der Straße im Juni 2020 stattfinden. as

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