Leergutsortieranlage von Knapp bei Edeka

Hier laufen bald jährlich 21 Millionen Kästen durch

2015 ging die erste Leergutsortieranlage von Knapp bei Edeka am Standort Heddesheim in Betrieb. Um das wachsende Leergutaufkommen auch in Zukunft abwickeln zu können, wird die bestehende Anlage bis Sommer 2017 erweitert.

Schnelldrehende A-Artikel werden vollautomatisch auf 12 Sortierbahnen sortiert. Eine zusätzliche Abzugsstrecke zum neuen Palettierroboter wird erstellt. (Bild: Kanizaj Marija-M/Knapp)

Knapp Systemintegration, Spezialist für Gesamtlösungen im Bereich Food Retail und Leergutmanagement, hat einen weiteren Auftrag der Edeka Südwest erhalten.Am hochautomatisierten Getränkelogistik-Standort Heddesheim erfolgt zusätzlich zum Alltagsbetrieb die Bearbeitung des gesamten Leerguts von bis zu 600 Einzelhändlern.

Aufgrund der ständig wachsenden Sortenvielfalt im Getränkebereich und dem konstant hohen Mehrweganteil entschied sich Edeka für die Leergutsortierlösung RMS (Reusables Management Solution) von Knapp. Zum Einsatz kommen bewährte Technologien in Kombination mit zukunftsweisenden Innovationen. Die semiautomatische Anlage bietet für jeden Artikel und jeden Prozessschritt den optimalen Automatisierungsgrad.

B-Artikel werden in ein Durchlaufregal manuell sortiert und mithilfe des Abzugsshuttles aus den Regalen automatisch abgezogen und zum Palettierroboter befördert. (Bild: KANIZAJ Marija-M/Knapp)

Als zentrale Gebindeverwaltungssoftware kommt Kisoft RCS zum Einsatz. Sie ist für den komplexen Materialfluss, die Verwaltung des Leerguts und die filialgenaue Verbuchung der Ware zuständig. Für die Identifikation der rund 600 verschiedenen Gebindearten wird elektronische Bilderkennungstechnologie eingesetzt. Das patentierte Abzugsshuttle, automatische Palettierroboter sowie Behälter-, Paletten- und Rollbehälterfördertechnik für den effizienten Transport komplettierten das System. Die Lösung wurde auf zwei Ebenen umgesetzt – diese werden platzsparend mit einer Spiralfördertechnik miteinander verbunden.

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21 Millionen Kästen im Jahr

Bereits bei der Konzeption der ursprünglichen Lösung wurden Erweiterungsmöglichkeiten berücksichtigt – nun wurde Knapp mit deren Realisierung wieder beauftragt. 5.700 Kästen pro Stunde werden ab Sommer 2017 die erweiterte Anlage durchlaufen, dies entspricht mehr als 21 Millionen Kästen im Jahr. Dafür wird Knapp neben zusätzlicher Paletten- und Spiralfördertechnik sowie Pufferstrecken auch zwei weitere manuelle Depalettierstationen inklusive Pfandwerterkennungssysteme installieren. Eine zusätzliche Behälterfördertechnik mit Logoerkennungssystem wird das erhöhte Leergutaufkommen auf die verschiedenen Sortierbereiche aufteilen. Für die schnelldrehenden A-Artikel, die vollautomatisch auf zwölf Bahnen sortiert werden, wird Knapp eine zusätzliche Abzugsstrecke realisieren, die zum neuen Palettierroboter führt. Die mitteldrehenden B-Artikel werden in ergonomischer Weise in einem Durchlaufregal mit 100 Bahnen manuell sortiert und mithilfe eines patentierten Abzugsshuttles automatische aus den Regalen abgezogen und dem Palettierroboter zugeführt. In Zukunft wird ein zweites Abzugsshuttle im Einsatz sein. Aus Redundanzgründen wird von diesem Bereich aus zusätzliche Fördertechnik zum neuen Palettierroboter führen. Außerdem erfolgen Anpassungen im Warenausgang sowie in der Software. as

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