Transportfahrzeuge

FTF für die Maschinenverkettung

dpm Daum + Partner Maschinenbau hat für Liebherr Verzahntechnik ein Fahrerloses Transportfahrzeug entwickelt, das eine durchgängige Maschinenverkettung in der automatisierten Metallbearbeitung ermöglicht.

dpm hat für den Geschäftsbereich Automatisierungstechnik von Liebherr Verzahntechnik ein FTF entwickelt. © dpm

Wie lässt sich in der automatisierten Metallbearbeitung eine vollständige Verkettung erreichen, die auch die Aufgabe- und Entnahmestationen umfasst? Der Geschäftsbereich „Automationssysteme“ von Liebherr Verzahntechnik gibt die Antwort auf diese Frage: mit einem maßgeschneiderten Fahrerlosen Transportsystem (FTS). Ein solches System hat dpm entwickelt.

Eine Lithium-Batterie, die vollautomatisch über Bodenkontakte aufgeladen wird, übernimmt die Energieversorgung des Fahrerlosen Transportfahrzeugs (FTF). Die Spurführung erfolgt über eine Kamera, als Steuerung kommt eine Siemens-SPS zum Einsatz. Über WLAN können die Fahrzeuge Fehlermeldungen und Befehle an eine Leitsteuerung senden. Stoppstellen werden anhand von DMC-Markern, Transpondern oder virtuellen Tags ermittelt.

Das FTF ist linienbeweglich. Das heißt: Geradeaus- und Rückwärtsfahrt sowie Drehen um die Mittelachse sind möglich, um z.B. auch in beengte Zugangsbereiche von Produktionssystemen einfahren zu können. Zwei diagonal eingebaute Personenschutzscanner erkennen mögliche Hindernisse rund um das Fahrzeug, das im Betrieb Warnsignale über Blinkleuchten oder einen Signalton ausgeben kann.

Das neue FTF für die integrierte und voll automatisierte Produktion ist in zwei Versionen erhältlich: mit und ohne Exzenterhubvorrichtung von 100 Millimeter. Die kompakten Abmessungen von 1.060 mal 840 mal 500 Millimeter schaffen die Voraussetzungen für vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die Antriebsleistung beträgt 800 Watt, die maximale Nutzlast liegt bei 700 Kilogramm. Das FTF fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90 Meter pro Minute bei einer Positioniergenauigkeit von plus/minus fünf Millimeter.

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Das FTF ist hier mit dem von Liebherr entwickelten „Bin picking“-System kombiniert, bei dem ein Roboter in eine Transportkiste greift. Das bedeutet: Die zu bearbeitenden Teile können ungeordnet in einem Behälter (auf dem FTF) bereitgestellt werden. Der über 3D-Visionsysteme gesteuerte Roboter greift die Teile entsprechend dem Produktionstakt und führt sie der ersten Station zu. Auch die Entnahme aus dem Produktionssystem und die Ablage auf dem FTF – beispielsweise in Körben oder Blistern – zum Weitertransport in andere Produktionsbereiche erfolgen nach diesem Prinzip.

Aus Sicht der Liebherr Automationssysteme schafft der Einsatz von FTF die Voraussetzung für die Gestaltung von innovativen Fertigungssystemen, die flexibel an neue Anforderungen im Hinblick auf Fertigungskapazität und –reihenfolge angepasst werden können. Dadurch entstehen, so Liebherr, neue Möglichkeiten bei der Vernetzung von Maschinen und Anlagen. as

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