Fördertechnik von Torwegge

Jede Viertelstunde geht ein Geldspielgerät vom Band

Der Geldspielgerätehersteller adp Gauselmann hat seinen Entwicklungsstandort im ostwestfälischen Lübbecke modernisiert. Im Konfigurationsbereich vereinfacht nun ein Montage-Management-System von Torwegge die Montagearbeiten und den Transport der fertigen Geräte.

Bis zu 400 Geräte gehen täglich in der Produktion vom Band und werden anschließend zur Lagerung oder Versandvorbereitung in die anderen Hallen befördert. (Bild: Torwegge)

Jeder kennt die Geldspielgeräte mit der lachenden gelben Sonne, die in Deutschlands Spielhallen und Gaststätten beheimatet sind. Marktführer in diesem Bereich ist adp Gauselmann, das die Geräte am Standort in Lübbecke entwickelt und produziert. In acht Hallen sind dort die Bereiche Forschung, Entwicklung, Produktion und Logistik angesiedelt.Bei der Werkserweiterung 2014 haben die Ostwestfalen auch ihren Konfigurationsbereich vergrößert und eine zusätzliche Montagehalle errichtet. Dort konfigurieren Mechaniker moderne videobasierte Multigamer mit HD-Monitoren. Bis zu 400 Geräte gehen täglich in der Produktion vom Band und werden anschließend zur Lagerung oder Versandvorbereitung in die anderen Hallen befördert. Im Konfigurationsbereich vereinfacht ein ganzheitliches Montage-Management-System von Torwegge die Montagearbeiten und den Transport der fertigen Geräte. „Für uns war wichtig, ein vollautomatisches Transportsystem zu installieren, das den reibungslosen Anschluss an die Förderanlagen unseres Logistikdienstleisters garantiert“, sagt Klaus Lange, Bereichsleiter Fertigung Endgeräte bei adp Gauselmann.

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Torwegge stattet den Geldspielgerätehersteller seit fünf Jahren mit Fördersystemen aus. In der neuen Montagehalle geht in getakteter Montage im Schnitt alle 15 Minuten ein Gerät vom Band. Die maßgeschneiderte Lösung für den Anwendungsbereich bei adp Gauselmann besteht aus verschiedenen Komponenten, die nach dem Baukasten-Prinzip ineinandergreifen. Der Konfigurationsbereich der Montagehalle ist mit 15 Arbeitsstegen für die Installation der Geldspielgeräte ausgestattet, sieben auf linken und acht auf der rechten Seite. Zu Beginn der Gerätekonfiguration befördern Mechaniker das zu bearbeitende Gerät mittels Hubwagen auf einen der Stege. Dort bauen sie die Technologie der Spielepakete und zur Geldverarbeitung ein und montieren die Gehäuse in ergonomischer Arbeitshöhe fertig.Die Geräte werden auf Paletten bearbeitet, deren Größen variieren. Daher besteht die Gefahr, dass sie während der Fertigung von den Montagestangen abrutschen. Torwegge begegnete dieser Herausforderung mit dem Einsatz von Spannvorrichtungen. Diese spannen die Geräte an den Arbeitsplätzen jeweils fest ein und verhindern so das Abrutschen. Dadurch wird die Prozesssicherheit der Endmontage sichergestellt.

Um die Arbeitsstege herum verläuft u-förmig das automatische Materialflusssystem. (Bild: Torwegge)

Um die Arbeitsstege herum verläuft u-förmig das automatische Materialflusssystem. Dabei handelt es sich um einen Hubstaukettenförderer, der die fertig monierten Geräte automatisch anschiebt und in Richtung Logistikzentrum transportiert. Aufgrund der neuen Anlage müssen die Automaten nun nicht mehr von den Mechanikern manuell manövriert werden. Durch die gesteigerte Transportgeschwindigkeit wird der gesamte Arbeitsablauf effizienter.

Übergang zum Logistikbereich

Damit die Geräte von der Montagehalle Richtung Logistikzentrum befördert werden können, stattete Torwegge die Kreuzungen zwischen dem Hubstaukettenförderer und den Montagestegen mit Drehtellern aus. Diese setzen die aus der Montage kommenden Geldspielgeräte um, sodass sie ihre Richtung mit Kurs auf das Logistikzentrum ändern. Zur Koordination der Vorfahrt, wenn ein Automat vom Montagesteg läuft und sich ein anderes Gerät gleichzeitig auf dem Staukettenförderer befindet, wird eine spezielle Software eingesetzt, die die Vorfahrtsregelung umsetzt.

Die Geräte werden auf Paletten bearbeitet, deren Größen variieren. (Bild: Torwegge)

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung der Anlage bestand in der reibungslosen Verknüpfung der Förderanlage in der Produktion mit dem Materialflusssystem eines anderen Herstellers im Logistikzentrum. An der Schnittstelle regelt ein Signal die Übergabe der Geräte von einem an das andere System. Das Programm zur Signalregelung wurde in Abstimmung mit dem Logistikdienstleister von adp Gauselmann entwickelt. Für den Geldspielgerätehersteller war das Zusammenspiel der beiden Anlagen eine der wichtigsten Vorrausetzungen bei der Vergabe des Auftrags. „Wir wollten diesbezüglich keine Veränderungen vornehmen und einen einzigen Ansprechpartner haben. Jetzt können wir uns jederzeit an Torwegge wenden“, sagt Lange. as

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