Lagertechnik und Flurförderzeuge

Ein gut gelagertes Eldorado für Motorrad-Fans

Mit einem neuen Logistikzentrum in Kempten im Allgäu ist Held gewappnet für die Motorradsaison. Der Hersteller von Motorradbekleidung stattete sein Lager mit Lösungen aus dem Hause Toyota aus.

Mit den Schleppern der Tracto-N-Serie geht das Kommissionieren nun leicht von der Hand. © Toyota

Die Firma Held ist seit ihrer Gründung ein Familienunternehmen. Motorradbekleidung stand damals noch nicht im Fokus. Nach Ende des zweiten Weltkrieges erkannte Edgar Held Senior die Notwendigkeit, die Hände der Menschen vor Verletzungen bei der Arbeit oder Kälte zu schützen – vor allem im Zeichen des Wiederaufbaus. Aus widerstandsfähigem Leder fertigte der junge Familienunternehmer zusammen mit seinem Vater Bruno Held robuste Handschuhmodelle. Die Ausweitung auf den Motorradbereich erfolgte erst in den 70er Jahren. Hochleistungsrennsport wurde damals en vogue. Und die Handschuhe für den Motorradbereich mussten härteren Anforderungen gerecht werden, als die seines Pendants. Der Startschuss für Motorradbekleidung aus dem Hause Held war gefallen.

Von Kopf bis Fuß gut ausgerüstet
Seit den frühen 80er Jahren hat die Familie Held das Sortiment an Motorradbekleidung ausgebaut – vom Handschuh über den Nierengurt, Motorradgepäck. Mittlerweile sind 120 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. 37 davon werden im Logistikzentrum, das im November 2017 in Kempten in Betrieb genommen wurde, beschäftigt.

Die Kommissionierung erfolgte ursprünglich zu Fuß. Die Wagen wurden dabei manuell geschoben. © Toyota

Auch heute findet am Unternehmenssitz in Burgberg-Erzflöße im Allgäu noch ein Teil der Produktion statt. Die Arbeitsvorbereitung für die anspruchsvollen Handschuhe zum Beispiel. „Bei modischen Handschuhen oder Skihandschuhen muss die Passform nicht exakt geschneidert sein – beim Motorradfahren müssen die Handschuhe genau sitzen. Weil sie natürlich auch mit für die Sicherheit des Fahrers verantwortlich sind. Deshalb lassen wir es uns nicht nehmen, einen Teil der passformrelevanten Bestandteile des Handschuhs hier in Burgberg zu stanzen. Genäht werden diese dann in Werkstätten auf der ganzen Welt.“, erläutert Markus Held, der heute das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater Edgar Held Junior führt.

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Passform ist entscheidend
Der große Unterschied zu anderen Herstellern sei die große Bandbreite an Produkten beziehungsweise die Variantenvielfalt. Dies betrifft vor allem die verfügbaren Größenmodelle und Farben, meint Logistikleiter Bernd Mack: „Von einer Jacke haben wir 111 Varianten. Eine andere, die es nur in schwarz gibt, bieten wir in über 50 verschiedenen Größen an.“ Für den Motorradfahrer gehört auch die für seine Bedürfnisse passende Kleidung zum Fahrspaß.

Die Regalanlage bietet im unteren Bereich die Möglichkeit, Ware hängend zu lagern. Im oberen Bereich können Paletten eingelagert werden. © Toyota

Die Händler, die zum Kundenstamm von Held gehören, schätzen die Verfügbarkeit zahlreicher Modelle, die vor allem zu Beginn der Saison Anfang März/April schnell geliefert werden müssen. Hierfür musste das neue Logistikzentrum entsprechend ausgerüstet werden. Und das Toyota Stapler Center Süd von Toyota Material Handling hat dabei unterstützt. „Wir haben uns für Toyota Material Handling als Partner für das Logistikzentrum entschieden und sind nach wie vor sehr glücklich damit. Vom ersten Tag an. Bis heute“, so Held. Nicht nur die komplette Regalanlage ist aus dem Hause Toyota, sondern auch Schubmaststapler der Serie Toyota BT Reflex und Schlepper der Serie Toyota Tracto gehören zum Geräteportfolio.

Auch motorisiert im Lager
Bevor Toyota eine neue Lösung präsentierte, lief die Kommissionierung der einzelnen Artikel bei Held umständlich und wenig ergonomisch ab: Die Damen, die hauptsächlich die Kommissionierung erledigen, mussten teilweise 20 Kilometer täglich zu Fuß zurücklegen. Besonders die Gesundheit seiner Mitarbeiter stand dabei für Markus Held im Vordergrund. Ausfallzeiten waren die Regel. Hinzu kam noch das ohnehin schwere Gewicht der Wagen, auf denen kommissioniert wurde.

v.l: Markus Held (Geschäftsführer Held ), Bernd Mack (Logistikleiter Held ), Sandra Zimmermann (Produktmarketing Spezialistin, Toyota Material Handling), Ronald Drieschner (Fachberater Logistiksysteme, Toyota Material Handling), Alexander Bennigsen (Beratung und Verkauf, Toyota Material Handling) © Toyota

Jetzt sind die Damen motorisiert unterwegs. Die langen Strecken werden mit den Schleppern der Serie Tracto N zurückgelegt. Das manuelle Schieben der Kommissionierwagen gehört damit der Vergangenheit an. „Am Anfang hatten meine Mitarbeiter eine gewisse Skepsis und vielleicht auch Angst vor den Schleppern – aber nach drei Stunden waren sie mit dem Gerät vertraut. Sie sind wirklich kinderleicht zu fahren und das Beste ist, dass die Mitarbeiter auch über acht Stunden leistungsfähig bleiben“.

Lederjacken müssen hängend gelagert werden
Was die Auswahl des richtigen Regalsystems anging, stellte die hängende Ware eine besondere Herausforderung dar. Die empfindlichen Lederjacken werden hängend auf Bügeln gelagert, um Knicke im Material zu vermeiden. Eine Standard-Lösung, bei der Ware unten hängend und oben auf Paletten gelagert werden kann, gab es zunächst nicht. Nach gemeinsamer Abstimmung wurde hier eine Lösung entwickelt, die beides ermöglicht. as

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