Wienerberger setzt verstärkt auf Kuka

Kräftige Kerle in der Ziegelei

Der größte Ziegelproduzent der Welt, Wienerberger, setzt künftig stärker auf Kuka Roboter. Gemeinsam mit den Augsburger Automatisierungsspezialisten wurde ein langfristiger Rahmenvertrag geschlossen.

Eine Job für harte Kerle: Ein Palettierroboter von Kuka greift bis zu 20 frisch gebrannte Ziegel auf einmal und platziert sie auf Paletten. (Fotos: Kuka)

Wienerberger mit Hauptsitz in Wien ist mit 204 Produktionsstandorten in 30 Ländern der größte Ziegelproduzent weltweit, die Nummer eins bei Tondachziegeln in Europa und Marktführer bei Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa sowie bei Rohrsystemen aus Kunststoff und Steinzeug in Europa. Vor fast 200 Jahren in Österreich gegründet, hat sich Wienerberger zu einem internationalen Anbieter von Baustoff- und Infrastrukturlösungen entwickelt, der heute mit mehr als 14.000 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von über 2,8 Milliarden Euro erwirtschaftet.

In den Wienerberger-Werken spielen Industrieroboter eine wichtige Rolle, da große Lasten schnell und präzise verarbeitet werden müssen. Unzählige Roboter tun dazu weltweit für Wienerberger ihren Dienst. Roboter erweisen sich als ideale Kraft beim Handling der Ziegelsteine oder der Produktion, wenn etwa Mineralwolle-Pads in die Hohlräume eines Ziegels eingesetzt werden müssen – tausendfach.

Der Ziegelchampion setzt auf Ronoter: Über den Rahmenvertrag zwischen Kuka Roboter und der Wienerberger einigten sich (v. li.): Gerald Dießelberg, Handelsvertreter von Kuka im Vertriebsbereich Nord, mit Jan-Patrick Warnecke und André Buschow aus dem Einkauf Robotik bei Wienerberger.

Künftig sollen noch mehr Knickarmroboter von Kuka folgen. Dies ist Gegenstand eines gemeinsam unterzeichneten Rahmenvertrages mit dem Unternehmen, das sich mehr Durchgriff auf die Auswahl der Industrieroboter wünscht, die als eine der wichtigsten Komponenten in der Prozesskette der Ziegelproduktion gilt. Doch dabei geht es nicht allein um den Kauf und die Installation, sondern auch ein überzeugender After-Sales-Service war für den größten Ziegelproduzenten der Welt ausschlaggebend bei der Wahl des Lieferanten. Jan-Patrick Warnecke, Lead Buyer Robotik bei Wienerberger in Hannover: „Wir schätzen besonders die Flexibilität, die Kuka bietet. Sowohl in der Planungsphase als auch im laufenden Betrieb, wenn mal kurzfristig ein Ersatzteil benötigt wird, hat uns die Leistung überzeugt.“

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Wie belastbar Industrieroboter von Kuka dabei sein können und auch müssen, zeigt sich im Wienerberger-Werk in Kirchkimmen bei Bremen. In der seit fast 100 Jahre bestehenden Ziegelei werden hochwertige Vormauerziegel für Fassaden, wie man sie fast ausschließlich in Norddeutschland, England, den Niederlanden oder Dänemark antrifft, produziert. Roboter sind im Einsatz im Bereich der Beladung der Tunnelofenwägen und im Bereich der Ladung der fertigen Produkte auf die Versandpaletten.

Vor allem die Tunnelofenwagenbeladung ist besonders anspruchsvoll. Dabei werden die getrockneten Rohlinge mittels Roboter genommen, auf einem Gruppierband positioniert und dann je nach Anzahl und Größe in der vorgegebenen Ausrichtung auf einen Tunnelofenwagen gesetzt. Um beim späteren Brennen der Ziegel die markante Optik in Top-Qualität zu erhalten, ist es wichtig, dass die Ziegel nicht nur perfekt gerade ausgerichtet sind, sondern auch die Zwischenräume sehr exakt eingehalten werden. Dabei ist es mittels Roboter ein Leichtes, bis zu 20 der drei bis vier Kilo schweren Ziegel auf einmal zu verladen. bw

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