Umfrage von Protolabs

Studie: Drohnenlieferungen gehören bis 2023 zum Alltag

Die Corona-Krise hat viele Unternehmen dazu gebracht, Innovationen stärker voranzutreiben. In einer Umfrage von Protolabs gab die Hälfte der Befragten an, dass kommerzielle Drohnenlieferungen bereits innerhalb der nächsten drei Jahre üblich werden.

53 Prozent der Befragten prognostizieren, dass kommerzielle Drohnenlieferungen bis 2023 zum Alltag gehören werden. © Florian Pircher/Pixabay

Besonders in Krisenzeiten können innovative Ideen den Alltag der Menschen verbessern. In der aktuellen Situation, in der es kaum Möglichkeiten gibt bestimmte Berufsgruppen, wie zum Beispiel Post- und Lieferdienstmitarbeiter, zu schützen, werden alternative Ideen schneller vorangetrieben. Eine Lösung, die bereits vor der Krise von einigen Unternehmen getestet wurde, sind Flugdrohnen. Neben der Lieferung von Lebensmitteln oder Bestellungen könnten diese auch beim Versand von wichtigen Medikamenten und Proben oder als Luftunterstützung für Behörden und medizinisches Personal zum Einsatz kommen.

Dass dieses Szenario in nicht allzu ferner Zukunft Realität werden könnte, zeigt auch eine aktuelle Umfrage von Protolabs. 53 Prozent der befragten Industriespezialisten aus der Luft- und Raumfahrt prognostizieren, dass kommerzielle Drohnenlieferungen bis 2023 zum Alltag gehören werden. Diese Entwicklung wird vor allem in Großbritannien erwartet, nahezu vier Fünftel der Befragten gaben an, dies für wahrscheinlich zu halten. In Deutschland, Italien und Frankreich stimmten dieser Aussage jeweils rund 70 Prozent zu.

Innovationstreiber Krise
Die aktuelle Covid-19-Krise hat viele Unternehmen dazu gebracht, Innovationen stärker voranzutreiben. Darunter fallen unter anderem Tests von Robotern und Drohnen, die sowohl im öffentlichen wie im privaten Sektor helfen können, die Verbreitung des Virus zu minimieren. Als wichtige Treiber sehen die aus Deutschland befragten Teilnehmer die Entwicklungen in den Bereichen künstliche Intelligenz (75 Prozent), additive Fertigung (68 Prozent) sowie neue Batterie-Technologien (60 Prozent).

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Die Hälfte der Befragten gibt an, dass kommerzielle Drohnenlieferungen bereits innerhalb der nächsten drei Jahre üblich werden (22 Prozent in den nächsten zwölf Monaten, 28 Prozent in den nächsten drei Jahren). Diese Zuversicht ist mit dem Aufkommen der Pandemie sogar noch gestiegen. Bei der Befragung am 19. Februar 2020 gaben 42 Prozent an, dass kommerzielle Drohnenlieferungen umgesetzt werden. Dieser Wert stieg bei einer weiteren Befragung zwischen dem 5. und 20. März 2020 bereits auf 53 Prozent.

Auch die Größe des europäischen Drohnenmarktes wird laut den Teilnehmern steigen. Während dieser 2018 4,06 Milliarden Dollar umfasste, prognostizieren die Befragten für 2024 bereits 9,7 Milliarden Dollar. Abhängig von den EU-Gesetzgebungen und Fortschritten der Technologie könnte die Lieferung von Produkten durch Drohnen bis dahin bereits rund sieben bis 30 Prozent der EU-Bürger erreichen.

„Die Innovationskraft in vielen Sektoren zeigt sich in dieser Krise besonders, allen voran in der Medizinbranche. Es machen sich aber viele weitere Unternehmen Gedanken, wie sie künftig dafür Sorge tragen können, dass Sicherheitsabstände eingehalten werden und die Infektionszahlen niedrig bleiben“, erläutert Daniel Cohn, Geschäftsführer Deutschland von Protolabs. „In unserer Studie hat sich gezeigt, dass vor allem der verstärkte Einsatz von Flugdrohnen in Zukunft vielversprechend ist. Und hier haben wir in der Vergangenheit bereits erste großartige Vorstöße gesehen – von Lieferdrohnen bis hin zum Flugtaxi. Die aktuelle Situation könnte dem Markt einen weiteren Schub geben und Entwicklungen sowie Genehmigungsprozesse beschleunigen.“

Auswirkungen von Covid-19 auf die Luftfahrtindustrie
Mit Beginn der Studie gewann das Thema Covid-19 immer mehr an Bedeutung. Im Verlauf der Befragungen wurden hier auch erste Auswirkungen sichtbar. Aus diesem Grund hat Protolabs die Fragen nach den ersten Effekten der Krise auf die Wirtschaft wiederholt. Waren vor der Krise noch über 93 Prozent der Befragten sicher, dass sie künftig neue Märkte für sich gewinnen werden, sank diese Zuversicht innerhalb von zwei Wochen bereits auf 85 Prozent. Auch das Vertrauen darauf, im bereits bestehenden Markt weiter zu wachsen, sank von 92 Prozent auf 83 Prozent.

Aber eine gewisse positive Stimmung bleibt bestehen: 62 Prozent der Befragten geben an, dass disruptive Technologien ihr Unternehmen wettbewerbsfähiger gemacht haben. Fortschritte in den Bereichen Batterielade- und Speichertechnologie, elektrischer Antrieb, KI und Automatisierung dürften in den nächsten drei bis fünf Jahren Innovationen in der Luft- und Raumfahrtindustrie ermöglichen und als Katalysatoren für neue Geschäftsmodelle wirken. Es ist daher keine Überraschung, dass 58 Prozent der Befragten glauben, dass autonome Flugzeuge und On-Demand-Flüge, die durch diese Technologien unterstützt werden, die Zukunft der kommerziellen Luft- und Raumfahrt sein werden. as

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