Lieferketten in der Coronakrise

Fraunhofer IML startet Plattform "Logistik hilft"

Mit "Logistik hilft" hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML eine Online-Pinnwand ins Leben gerufen. Darauf finden Firmen, die Kapazitäten wie Mitarbeiter oder Lagerfläche benötigen oder verfügbar haben, kostenlos zusammen. Auch Privatpersonen können ihre Hilfe anbieten.

"Logistik hilft" – unter diesem Motto hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML die Pinnwand www.logistik-hilft.de ins Leben gerufen. © Fraunhofer IML

Während beispielsweise Onlineshops oder Lieferdienste von Supermärkten oder Restaurants aktuell vor ungeahnten Herausforderungen stehen, müssen andere Unternehmen Kurzarbeit beantragen oder sogar den Betrieb vollständig einstellen. Dadurch werden Fachkräfte und Ressourcen frei, die andere Unternehmen derzeit dringend benötigen. Um Angebot und Nachfrage möglichst schnell zusammenzubringen, hat das Fraunhofer IML die Pinnwand „Logistik hilft“ gegründet. Sie ermöglicht einen unkomplizierten Austausch von Personal und Ressourcen und unterstützt so die Wirtschaft und die systemrelevanten Logistikbereiche in Zeiten der Corona-Krise.

Unternehmen geben auf der Pinnwand beispielsweise an, in welchem Zeitraum sie Fahrzeuge (wie Stapler oder Lkw), Lager- und Bearbeitungsfläche sowie Transportkapazitäten benötigen. Außerdem finden sie passende Mitarbeiter, indem sie die Einsatzgebiete, verfügbaren Wochenstunden oder Qualifikationen wie Führerschein, Sprach- und PC-Kenntnisse auswählen. Privatpersonen oder Unternehmen mit freien Kapazitäten bieten diese wiederum auf der Seite an und können so von Firmen oder Mitmenschen gefunden werden. Eine Deutschlandkarte auf der Pinnwand gibt einen Überblick darüber, wo sich die Inserenten befinden. Außerdem kann direkt Kontakt zu den Betrieben und Personen aufgenommen werden. Alle weiteren Vereinbarungen werden dann zwischen den Inserenten getroffen.

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„Gemeinsam helfen, um zu helfen“
„Gerade jetzt ist die Logistik gefragt, damit Menschen versorgt werden und systemrelevante Aufgaben weiterhin ausgeführt werden können. Dafür gilt es, Waren und Ressourcen so effizient wie möglich auszutauschen und einzusetzen - die Kernkompetenz unserer Branche. Wenn wir in der Logistik eines können, dann flexibel auf Unerwartetes reagieren. Das Fraunhofer IML will mit seinem Netzwerk einen Beitrag dazu leisten, die verfügbaren Kapazitäten dort zusammenzubringen, wo sie dringend benötigt werden. Lassen Sie uns gemeinsam helfen, um zu helfen“, appellieren Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML und Detlef Spee, Abteilungsleiter Intralogistik und -IT Planung am Fraunhofer IML, der mit seinem Team die Pinnwand ins Leben gerufen hat.

Auch alle, die selbst keinen Bedarf oder Angebote haben, können dabei sein und bei der Verbreitung der Aktion helfen. Das Logo zur Verlinkung und Informationsmaterial stehen auf www.logistik-hilft.de zum Download bereit. as

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