Sprachgesteuerte Kommissionierung

Pick-by-Voice verbessert die Lagerlogistik

„Pick by Voice“ ist ein aktueller Trend in der Lagerlogistik, sogar im Tiefkühlbereich. Doch wann, wo und wie profitiert man am besten davon? Circlon kann hier beraten und hat zugleich eine Lösung zur Implementierung an der Hand.

Pick by Voice ist ein aktueller Trend in der Lagerlogistik © Honeywell

Ein sprachgesteuertes Lagerhaus – das verspricht höchste betriebliche Flexibilität und eine optimale Auslastung. Einarbeitungszeiten werden kürzer, Fehlerquoten und Betriebskosten sinken, erhebliche Produktivitätssteigerungen sind möglich. Zudem sinkt auch die Fluktuation bei den Mitarbeitern, da Kommissionierer und mobile Arbeiter in der Regel gerne mit ergonomischer und einfacher Technik arbeiten. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Sprachsteuerung in Distributionszentren immer beliebter wird.

Doch ganz so einfach ist das nicht. Der Wertschöpfung geht die Analyse der aktuellen Betriebs- und Arbeitsabläufe sowie die Bewertung und Planung der Einführung einer sprachgesteuerten Lösung voraus. Schon an diesem Punkt setzt Circlon an, die als autorisierter Honeywell-Partner mit dem System „Vocollect“ die führende Voice-Lösung im Portfolio führt. Als Vocollect Voice Solution Provider ist Circlon in der Lage, das „Pick by Voice“ in unterschiedliche Umgebungen zu integrieren, Anpassungen gemäß individuellen Kundenanforderungen zu realisieren und nachhaltigen Support für Voice-Applikationen zu bieten.

Erst analysieren, dann profitieren
Eine Vocollect-Lösung ist besonders sinnvoll, wenn mobile Mitarbeiter zum Beispiel in Distributionszentren Aufträge kommissionieren. Doch am Anfang jeder Implementierung ist es notwendig, bestehende Strukturen und Abläufe auf Eignung und Realisierung zu prüfen („Value-Engagement-Prozess“). Das Team von Circlon verschafft sich hierbei einen detaillierten Einblick in die vorhandenen spezifischen betrieblichen Arbeitsabläufe. Dabei wird untersucht, inwieweit sich Vocollect in die bestehende Infrastruktur integrieren lässt und ob die Kombination mit vorhandenen Scannern, Pick-to-Light-Verfahren oder automatisierten Systemen überhaupt möglich ist.

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Bei den Gesprächen mit den Projektverantwortlichen geht es darum, die Zielvorstellungen und Prioritäten herauszufinden und die (positiven) Auswirkungen von Vocollect im Workflow richtig einzuschätzen. Werksbegehungen werden vorgenommen, um die aktuellen Abläufe vor Ort zu analysieren und zu dokumentieren, und um zu sehen, wie die Mitarbeiter ihre Aufgaben erledigen. Danach kann das Team Empfehlungen und Entscheidungshilfen für die Umsetzung der Voice-Technologie geben.

Vocollect von Honeywell © Honeywell

Mittels Spracheingabe kommissionieren
Bei Vocollect arbeitet der Kommissionierer mit einem kabelgebundenen oder kabellosen Headset, beispielsweise mit dem Vocollect SRX2 Wireless Headset, das den Arbeitskomfort in Distributionszentren erheblich verbessert. Die Aufträge werden ausgehend vom Lagerverwaltungssystem (LVS) per WLAN an den Mobilcomputer des Kommissionierers gesendet. Über die Sprachausgabe des Headsets wird das Regal angegeben, von dem die Waren zu entnehmen sind. Gedruckte Kommissionierlisten gehören somit der Vergangenheit an.

Ist der Kommissionierer am Regal angelangt, nennt er die dort angebrachte Prüfziffer, damit das System eine Überprüfung vornehmen kann. Bei korrekter Prüfziffer erhält der Kommissionierer Informationen darüber, wie viele Einheiten er aus dem Regal entnehmen soll. Nach der Entnahme quittiert er den Vorgang per Spracheingabe.

Als Mobilcomputer für die Headsets dient die Vocollect Talkman-Serie A700. Der Talkman A710 arbeitet drahtlos, der A720 unterstützt sowohl drahtlose als auch kabelgebundene Headsets. Der Talkman A730 verfügt darüber hinaus über einen integrierten Scanner für den Nahbereich und optimiert damit Arbeitsabläufe, bei denen gelegentlich gescannt werden muss. Das ergonomische Gerät kann beim Scannen vonBarcode-Etiketten auf Behältern oder Kisten ganz einfach am Gürtel befestigt bleiben.

Weniger Fehler, höhere Kommissionierleistungen
In der Welt der Logistik werden Optimierungen in Sekunden gemessen, deshalb geht es hier darum, Verzögerungen in den Abläufen möglichst zu vermeiden oder zu reduzieren. In vielen Fällen können dank Spracherkennung per Headset zeitliche Einsparungen bei höherem Komfort und besserer Ergonomie erzielt werden – somit steigt die Produktivität.

Mit Vocollect haben die Mitarbeiter beim Kommissionieren die Hände und Augen frei. Das verbessert nicht nur die Ergonomie; auch die Unfallgefahr sinkt, da die Kommissionierer ihre Aufmerksamkeit voll auf das Geschehen im Umfeld, zum Beispiel auf umherfahrende Gabelstapler, richten können und nicht mehr auf Bildschirme fixiert sind. Heiko Krause, Marketing Manager für Vocollect Solutions bei Honeywell, ergänzt: „Auch die Fehlerraten können je nach Anwendung um 25 bis 50 Prozent sinken. Anwender bestätigen, dass sich Fehlerquoten von 0,3 bis null Prozent realisieren lassen. Damit eignet sich Vocollect auch für kritische Anwendungen in der Medizintechnik oder im Pharmabereich, wo Fehler in den meisten Fällen nicht tolerierbar sind.“

Vocollect ist mittlerweile schon seit 30 Jahren am Markt verfügbar und wird von Honeywell ständig weiterentwickelt. Die SoundSense-Technologie sorgt für eine exzellente Spracherkennung und das „Advanced Speech Recognition Protocol“ stellt sicher, dass keine Sprachdaten verloren gehen. Das System wird mit der Zeit immer genauer, da es sich dank „Adaptive Speech Recognition“ an die Sprechgewohnheiten der Benutzer anpasst, sogar an verschiedene Dialekte.

Da Vocollect die Daten per Funk ans ERP-/LVS-System überträgt ist eine stabile WLAN-Infrastruktur erforderlich. Auch hierbei kann Circlon helfen, da sie über die Jahre Erfahrungen in WLAN-Projekten gesammelt hat. as

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