Neues Logistikzentrum errichtet

Komplexe Logistik-Prozesse intuitiv im Griff

Lagerverwaltungssystem viadat 9. In Burgbernheim hat Symbiolog ein neues Logistikzentrum errichtet, das mit modernster Lagerverwaltungs- und Kommissioniertechnik ein umfassendes Leistungsangebot für Hersteller der Sanitär-, Heizungs- und Klima (SHK)-Branche bietet. Im Einsatz ist die Lager- und Materialfluss-Software viadat 9.

Da viadat 9 intuitiv zu bedienen ist, reduziert die Software die Fehlerwahrscheinlichkeit enorm. © Viastore

Seit Mai 2017 bietet Symbiolog Logistikdienstleistungen für die SHK-Branche. Entsprechend breit ist das Artikelspektrum im neuen Logistikzentrum – von kleinteiligen Waren wie Unterlegscheiben oder Rohrschellen bis zu 140 Kilogramm schweren und zehn Meter langen Befestigungsprofilen. Symbiolog liefert diese an Handwerksbetriebe sowie an Bau-Projektabwickler und Baumärkte. Die Lager- und Materialfluss-Software viadat 9 ermöglicht hier die effiziente Lagerung, Kommissionierung und Konsolidierung der unterschiedlichsten Waren. Zudem können die Mitarbeiter im Lager dank der intuitiven Bedienoberfläche flexibel und nahezu ohne Einarbeitung zwischen den verschiedenen Arbeitsplätzen wechseln.

Bestandteil der Planung des Logistikzentrum war eine leistungsfähige Automatisierung, umfangreiche Erweiterungsmöglichkeiten und flexibel nutzbare Prozessflächen. Den Auftrag für die Realisierung des Logistiksystems erhielt Generalunternehmer Viastore. Der Stuttgarter Spezialist für vernetzte und automatisierte Materialflüsse in Logistik und industrieller Fertigung lieferte sowohl die Lagersysteme und Fördertechnik als auch die neuste Version des Warehouse-Management-Systems viadat zur Steuerung aller innerbetrieblichen Logistik- und Materialfluss-Prozesse.

Anzeige

Drei Lagerzonen
Herz der Anlage ist ein 95 Meter langes, 15 Meter breites und zwölf Meter hohes Behälterlager. Hier ist das Shuttle-System viaflex2 von Viastore im Einsatz. Es bietet Skalierbarkeit im Hinblick auf Neukunden; wenn mehr Leistung benötigt wird, werden einfach zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Symbiolog startete zunächst mit 50 Fahrzeugen und einer Kapazität von rund 17.000 Behältern, die sich mit der Shuttle-Technologie auf 28.400 Einheiten erweitern lässt. Direkt an das Behälterlager schließt ein vollautomatisches Paletten-Hochregallager an. Das 94 Meter lange, 18 Meter breite und 26 Meter hohe Gebäude ist in Silo-Bauweise errichtet; die Regalkonstruktion trägt die Gebäudehülle. Auf vier Gassen bietet es 9.100 Stellplätze. Hier lagert Symbiolog den Nachschub für das Behälterlager sowie Artikel, die zu groß oder zu schwer für das Behälterlager sind. Den dritten Lagerbereich bildet ein Kragarmlager, das auf 4.000 Quadratmeter und in sieben Gängen Platz für die in der Gebäudetechnik benötigten, bis zu zehn Meter langen Schienen, Konsolen und Profile bietet. Bedient wird dieses Lager mit Schubmaststaplern.

Alle drei Lagerzonen sind so positioniert, dass sie problemlos durch Anbauten erweitert werden können. Sie sind durch eine Fläche verbunden, auf der alle Wareneingangs- und Warenausgangsprozesse erfolgen. Die Be- und Entladung der Lkw erfolgt für Stückgut über zwölf Kopframpen, Langgut wird in einer separaten, 600 Quadratmeter großen Kalthalle umgeschlagen. Hier können Sattelzüge komplett hineinfahren und wettergeschützt von der Seite mit Mehrwegestaplern ent- und beladen werden.

LVS: intuitiv bedienbar, leicht erlernbar
Für Symbiolog stand bei der Wahl des Lagerverwaltungssystems (LVS) eine intuitive und leicht erlernbare Bedienoberfläche im Fokus. Die Software viadat 9 entsprach genau dem, was sich das Unternehmen unter einer ergonomischen und leicht bedienbaren Arbeitsplatzsoftware vorgestellt hatte. Die aktuellste Version dieser WMS-Lösung hat ein selbsterklärendes User-Interface, über das Kommissionierer intuitiv und ohne lange Einarbeitungszeit an unterschiedlichen Einsatzorten im Distributionszentrum arbeiten können. Logistik-Manager stellen sich die Informationen und Kennzahlen, die sie aktuell oder permanent benötigen, in einem individuellen Dashboard zusammen und planen so ihre Aufgaben und Ressourcen. Alle relevanten Daten sind übersichtlich dargestellt und jederzeit verfügbar – ob auf dem Desktop, Laptop, Tablet oder Smartphone. Nicht benötigte Funktionen und Informationen werden ausgeblendet und lassen sich nach Bedarf wieder zuschalten.

Die Arbeitsplatzdialoge führen die Mitarbeiter Schritt für Schritt durch verschiedene Prozesse, alles ist per Touchscreen bedienbar. Alle Dialoge und Schaltflächen sind ähnlich aufgebaut – Mitarbeiter können flexibel von einem Arbeitsplatz zum anderen wechseln, vom Wareneingang bis zur Verpackung. Tastaturen dienen lediglich noch für Zahleneingaben, alles andere geschieht via Touchscreen oder Scanner.“ Die einfachen Dialoge und die Reduzierung der Anzeigen auf die wirklich benötigten Informationen helfen dabei, Fehler zu vermeiden und Reklamationsquote zu verringern.

Spielerisch zu mehr Leistung
Wer ein Smartphone bedienen könne, kann auch viadat 9 bedienen, heißt es bei Symbiolog. Es mache Spaß, die Dialoge zu bedienen und erinnere an Computer-Spiele. Die Mitarbeiter wollen sich mit anderen Teams oder anderen Arbeitsstationen messen – viadat 9 ermöglicht es, über Widgets zum Beispiel eine Tacho-Anzeige in das Dashboard zu integrieren, die dem Mitarbeiter zeigt, wo er steht und was die anderen Teams leisten. Das Team an den Packplätzen hat bereits so eine Auswertung installiert. Verschiedene Standard-Widgets aus der Viastore-Bibliothek wurden zu einem Dashboard zusammengestellt und zeigen den Mitarbeitern auf der Prozessfläche das geschaffte Arbeitspensum.

Zur Verwaltung und Steuerung der verschiedenen Logistik-Prozesse im Lager bietet viadat 9 als Standard-Software mehr als 2.500 Logistik-Funktionen, mit denen sich fast alle Prozesse bei Symbiolog abdecken ließen. Sie beginnen auf der Prozessfläche: Hier scannen und überprüfen die Mitarbeiter an mobilen Arbeitsplätzen alle eingetroffenen Waren. Nach der Erfassung führt viadat 9 die Stapler zur Einlagerung in das entsprechende Lager – Stückgut wird auf die Fördertechnik des Behälter- oder Palettenlagers aufgesetzt, Langgut platzgeführt im Kragarmregal eingelagert.

Der Warenausgang ist komplexer; hier gibt es einen mehrstufigen Prozess mit verschiedenen Möglichkeiten, wie ein Auftrag die Prozesskette durchlaufen kann. Üblicherweise enthält ein Auftrag Waren aus allen drei Lagerbereichen mit unterschiedlichen Durchlaufzeiten und Fertigstellungsterminen. Die Langgut-Kommissionierung ist aufwändig und erfordert eine spezielle Verpackung – das ist für einen Auftrag der limitierende Faktor hinsichtlich der Durchlaufzeit. Schneller ist die Kommissionierung aus dem Palettenlager, die noch getoppt wird von der Leistung im Behälterlager. Dieser mehrstufige Ablauf ist für viadat 9 eine Standardfunktion. pb

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Fördertechnik

Abläufe neu durchdacht

Fördertechnik in der Motorblockherstellung. Für mehr Produktionskapazität hat Finoba Automotive den innerbetrieblichen Materialfluss neu gestaltet. Haro hat die Fördertechnik geplant und installiert.

mehr...
Anzeige

Werkstattlager

Platzreserven ausgenutzt

Optimale Übersicht, bequemes Handling und sogar noch einige Platzreserven für die Zukunft: Eine maßgeschneiderte und moderne Regalanlage erleichtert jetzt die Arbeitsabläufe im Wartungs- und Reparaturbetrieb der HPA in Harburg.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Maschinenschutztor

Smart-Logistik-Tor

Den Namen EFA-SRT MS USD hat Efaflex seinem neuen Maschinenschutztor gegeben. Es wurde im Rahmen der Logimat erstmals ausgestellt und als Prototyp gezeigt. Das Tor in lässt sich in vollautomatisierte Prozesse und intelligente Systeme integrieren.

mehr...