Aus- und Weiterbildung

Lapp startet 4.0-Qualifizierungs-Initiative

Die Digitalisierung macht vieles einfacher – zugleich werden die dahinter stehenden Produkte und Dienstleistungen komplexer. Der Trend stellt Kunden und Partner von Lapp vor einen Dschungel an Möglichkeiten. Licht ins Dickicht bringt ein umfassendes Qualifikationsangebot für Mitarbeiter, Partner und Kunden weltweit.

Frei zugängliche E-Learnings zur industriellen Datenkommunikation von LAPP © Lapp

Die smarte Fabrik der Zukunft ist vor allem eins: vernetzt. Die Vorteile, wie Predictive Maintenance und der umfassende Überblick über alle Prozesse, liegen auf der Hand. Dementsprechend groß ist das Interesse an Lösungen für industrielle Datenkommunikation. Um etwa 27 Prozent jährlich wachsen bei Lapp derzeit die Umsätze mit Industrial-Ethernet-Lösungen. Fabrikplaner und -betreiber erleben jedoch schnell die hohe Komplexität der industriellen Datenkommunikation. One-size-fits-all-Pakete gibt es nicht, die Industrie 4.0 ist immer eine maßgeschneiderte. Das stellt insbesondere die Vertriebsmitarbeiter von Lapp vor die anspruchsvolle Aufgabe, den Kundenbedarf treffsicher zu analysieren und ihn mit ganzheitlichen, konsistenten Lösungen zu decken – was ein hohes Maß an technologischem und systemischem Fachwissen erfordert.

„Viele unserer Kunden sprechen uns auf das Thema industrielle Datenkommunikation und die damit verbundenen Herausforderungen an. Unsere Mitarbeiter in der Thematik kontinuierlich auf dem Laufenden zu halten, ist daher essenziell“, sagt dazu Georg Stawowy, Vorstand von Lapp für Technik und Innovation. Wie aber lassen sich tausende von Mitarbeitern weltweit in solch einer komplexen Thematik schulen? Die Antwort besteht in einer Qualifizierungsoffensive mit diversen, zielgruppengerecht zugeschnittenen Lernangeboten nicht nur für die eigenen Mitarbeiter, sondern auch für Kunden und Partner.

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Grundlagenwissen für alle über E-Learnings
Das Grundlagenwissen zur industriellen Datenkommunikation vermittelt ein E-Learning-Angebot, das das Unternehmen zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik entwickelt hat. Zugriff darauf haben alle Interessierten, das Online-Training ist öffentlich online verfügbar. Es enthält Lernmodule zu den Aspekten „Grundlagen der Automatisierung“, „Komponenten der Automatisierung“, „Feldbus“ sowie „Ethernet“. Die Module liegen in zehn Sprachen vor, um einen internationalen Zugang zu ermöglichen. Sie stellen übersichtlich die wichtigsten Aspekte der industriellen Datenkommunikation vor und erklären die Zusammenhänge. Eine Abfrage am Ende jedes Lernmoduls hilft den Lernenden dabei, sich zu vergewissern, dass sie die Inhalte verinnerlicht haben.

In erster Linie richten sich die Inhalte an Mitarbeiter, die mit Kunden in Kontakt stehen. Sie sollen eine Hilfe dabei sein, die Herausforderungen der Kunden zu verstehen und möglichst früh professionell beraten zu können. Aufgrund der Zahl an relevanten Mitarbeitern entschied man sich dabei für das E-Learning-Format: „Präsenzkurse mit Frontalunterricht für tausende von Mitarbeitern auf diversen Kontinenten abzuhalten, ist keine Lösung“, sagt Dr. Hilmar Döring, Vorstand für Personal und Organisationsentwicklung. „Das macht logistisch keinen Sinn, es würde zu lange dauern und es entspricht nicht unseren Vorstellungen, wie Wissen heute vermittelt werden soll.“ Zudem ergibt sich der zusätzliche Mehrwert, dass das Online-Training jenseits der eigenen Mitarbeiter auch weiteren interessierten Zielgruppen wie Kunden und Partnern einfach zugänglich gemacht werden kann.

Vertiefung durch Webinare, Bootcamps und Expertenprogramm
Über die E-Learning-Angebote hinaus bietet Lapp Webinare an: Experten aus dem Produktmanagement geben darin detaillierte Einblicke in einzelne Themen, wodurch Partner und Mitarbeiter ihr erlangtes Wissen gezielt vertiefen können. Auch Präsenzveranstaltungen in der Form von Bootcamps sind Teil der Initiative. Die Experten machen den Teilnehmern Themen der industriellen Datenkommunikation hier auf praktische und interaktive Weise anschaulich.

Spezifisch an Mitarbeiter richtet sich derweil ein zertifiziertes globales Expertenprogramm. Aus 15 Ländern können hierfür Mitarbeiter nominiert werden, die dann gezielt als Experten ausgebildet werden, um Kunden mit ihrer Expertise bei Aufgaben helfen, die das entsprechende Spezialwissen erfordern. Die Inhalte dieses Expertenprogramms hat Lapp zusammen mit dem Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen der Universität Stuttgart erarbeitet.

Interesse an lebenslangem Lernen
„Wir glauben an das Prinzip des lebenslangen Lernens“, so Dr. Hilmar Döring. „Unsere Welt wird immer komplexer und verändert sich konstant, die Digitalisierung ist dabei ein wesentlicher Treiber. Uns ist es wichtig, unsere Mitarbeiter zu befähigen, mit diesen Entwicklungen in ihrem Wissen und ihren Kompetenzen schrittzuhalten. So befähigen wir sie nicht nur, nachhaltig gute Arbeit zu leisten, sondern geben ihnen auch ein Verständnis für das große Ganze, an dem wir alle arbeiten. Genauso wichtig ist es uns, dieses Wissen auch mit unseren Kunden zu teilen.“

Eva Martinez, Leiterin Globale Personalentwicklung und Auslandsentsendungen bei Lapp, ergänzt: „Komplexe Sachverhalte lassen sich heute nicht mehr selbstverständlich über vorhandenes Wissen lösen. Der Mitarbeiter muss bereit sein, sein Wissen kontinuierlich zu erweitern. Und das ist eine Unternehmenskulturfrage. Lebenslanges Lernen wird uns nicht mehr loslassen. Auf diese Reise müssen wir unsere Mitarbeiter begleiten. Die Qualifizierungsoffensive zur industriellen Datenkommunikation ist nur der Anfang.“ as

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