IIoT-Anwendungen

Kommunikation im Baukasten

Das Industrial Internet of Things (IIoT) ist ein unumkehrbarer Trend. Unternehmen quer durch alle Branchen können davon profitieren – in Form von effizienteren Geschäftsprozessen oder geringeren Kosten. Zuvor empfiehlt sich eine Analyse.

Vom Sensor in die Cloud © Copa-Data

Smarte Komponenten, die in einem Netzwerk miteinander kommunizieren, sind mittlerweile häufig zu finden: in Form von Temperatursensoren, Uhren, Telefonen, Fernsehgeräten. Dabei haben sich eine Reihe von smarten Eigenschaften etabliert, auch im industriellen Bereich: erweiterte Funktionalität, hohe sensorische Leistungsfähigkeit, verteilte digitale Intelligenz, ergonomische Benutzerschnittstellen sowie Konnektivität für die Integration in breiter gefassten Architekturen inklusive Cloud-Lösungen. Das IIoT (Industrial Internet of Things) kann mit diesen Vorzügen Unternehmen helfen, ihre Geschäftsziele zu erreichen.

Das Gute daran: Kein Unternehmen muss sich für eine umfassende Lösung entscheiden, deren Implementierung viel Zeit und Ressourcen bindet. Denn das IIoT-Konzept ist von sich aus modular: Smarte Komponenten lassen sich Schritt für Schritt in das Netzwerk einbinden. Die jeweiligen Einsatzszenarien werden nach dem Baukastensystem eingerichtet - von der einfachen Anwendung in der Produktion bis zu Predictive Maintenance.

Um herauszufinden, wo welche IIoT-Anwendungen sinnvoll sind und inwiefern sie die Geschäftsziele des Unternehmens aktiv unterstützen können, empfiehlt sich eine zweistufige Analyse: Im ersten Schritt wird das industrielle „Ding“ ausgewählt, das in das Netzwerk eingebunden werden soll. Um das eigene Unternehmen hierarchisch in einem physischen Modell zu beschreiben, also Organisation, Werk, Betriebskomplex, Anlage, Teilanlage, Equipment-Modul, Steuermodul, gibt es standardisierte Vorgehensweisen.

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Der zweite Schritt beschreibt die IIoT-Anforderungen. Dabei wird jedes „Ding“ nach seinen smarten Eigenschaften und deren jeweiliger Ausprägung analysiert: Funktionalität: von einfach bis erweitert; Datenerhebung: Sensor- beziehungsweise Messfähigkeiten; Digitale Intelligenz: eingebettete Algorithmen, Berechnungen, Business Intelligence; Interoperabilität und Benutzerfreundlichkeit. Eine gezielte IIoT-Evaluierung kann wertvolle Ergebnisse liefern, die in der Umsetzung handfeste Verbesserungen bringen.

Mithilfe von intelligenten Sensoren lassen sich Prozesse auf jeder Ebene steuern. Dabei sind Prozesszellen, Anlagen und Geräte Bestandteil der hierarchischen Überwachung von Effizienz und Verbrauch. Wenn sie große Mengen an Prozessdaten generieren, ermöglicht das unter anderem eine vorausschauende Wartung und Instandhaltung. Auch Leistungsindikatoren und Reports in Echtzeit tragen zur Optimierung von Abläufen in der Produktion bei.

Die Automatisierungs- und IT-Architektur wird dezentraler und offener und ist an den entscheidenden Stellen mit digitaler Intelligenz ausgestattet. Ein Beispiel für eine smarte Systemarchitektur, die sich für verschiedene IIoT-Anwendungen eignet, ist die Automatisierungsplattform Zenon von Copa-Data. Ob Sensor oder ERP-System: Mithilfe der Software lassen sich verschiedene Komponenten in ein Netzwerk einbinden und steuern und Prozesse auf diese Weise optimieren. as

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