Geschäftsbilanz

ebm-papst baut Digitalisierung aus

ebm-papst baut die Digitalisierung und seine Denkfabrik ebm-papst neo in Dortmund weiter aus. Im April 2020 wurde dazu die Gesellschaft ebm-papst neo gegründet. Der Umsatz des Unternehmens blieb 2019/20 mit 2,188 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau.

Die Produktion von ebm-papst in Mulfingen. Der Umsatz des Unternehmens blieb 2019/20 mit 2,188 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. © ebm-papst

Das Ziel von ebm-papst neo ist es, digitale Lösungen zu vermarkten und zu vertreiben. Dazu gehören wegweisende Systeme zur intelligenten Datenanalyse, mit denen ebm-papst neo die Energiebilanz und Luftqualität in Gebäuden optimiert. „Die Digitalisierung in Verbindung mit Energieeffizienz ist ein bedeutendes Zukunftsfeld für die ebm-papst-Gruppe und ermöglicht uns viele Chancen“, sagt Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Als Innovationstreiber von Luft- und Antriebslösungen entwickeln wir mit Hilfe von IoT- und Cloudtechnologien neue Geschäftsmodelle, die unserem Unternehmen neue Wachstumspotentiale ermöglichen und vor allem unseren Kunden einen Mehrwert bieten werden.“

Hierzu hat sich das Unternehmen in den letzten Monaten an drei internationalen Start-ups beteiligt. Diese Partnerschaft ermöglicht einen schnellen Technologietransfer, beispielsweise bei den Themen „Verbesserung von Energiebilanz und Luftqualität in Gebäuden“ oder „intelligente Datenanalyse und -speicherung.“

Geschäftsjahresumsatz stabil auf Vorjahresniveau
Das am 31. März 2020 beendete Geschäftsjahr 2019/20 schloss das baden-württembergische Familienunternehmen mit einem Umsatzerlös von 2,188 Milliarden Euro ab. In einem schwierigen Marktumfeld, geprägt von Covid-19 und konjunkturellen Eintrübungen, insbesondere des Industriegeschäftes, bestätigte ebm-papst laut Mitteilung damit das Vorjahrsergebnis (2,185 Milliarden Euro / plus 0,2 Prozent).

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CEO Stefan-Brandl © ebm-papst

Stefan Brandl: „Hinter uns liegt ein in den ersten drei Quartalen ordentliches Wachstumsjahr, das am Ende durch weitreichende Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz unserer Mitarbeiter, Störungen in den Lieferketten und rückläufigen Auftragseingängen den Vorjahresumsatz nur knapp übertraf.“

ebm-papst handelte frühzeitig und konsequent in enger internationaler Abstimmung und minimierte so die Auswirkungen von Covid-19 auf die Gruppe. Im Vordergrund standen dabei für den Weltmarktführer die Verantwortung für die Belegschaft und die Bedienung seiner Kunden. So unterstützte ebm-papst beispielsweise die Medizintechnik unter anderem bei Komponenten für Beatmungsgeräte. Zentral ist für ebm-papst auch die Sicherung der Liquidität.

Aussichten für das kommende Geschäftsjahr
Für das aktuelle Geschäftsjahr steuert das Unternehmen auf Sicht und plant mit unterschiedlichen Konjunktur-Szenarien. Gleiches gilt für Investitionen, die abhängig von der konjunkturellen Entwicklung weltweit gesteuert werden. Das derzeit im Bau befindliche EMV-Labor in Mulfingen wird wie geplant fertiggestellt.

Für den Bereich Forschung und Entwicklung stellt der Technologieführer rund 110,1 Millionen Euro bereit. Diese fließen unter anderem in die Weiterentwicklung auf den Gebieten Digitalisierung und IoT (Internet of Things) sowie Aerodynamik und Akustik.

Die Anzahl der Stammbelegschaft blieb im vergangenen Geschäftsjahr stabil. Eine weltweite Reduktion gab es im Bereich der Leasingkräfte mit minus 432. In Summe beschäftigt ebm-papst weltweit 14.638 Mitarbeiter inklusive Leasingkräfte (Vorjahr: 15.058).

Stefan Brandl: „Die Konjunktur- und Corona-Krise wird uns mittelfristig stark belasten und uns viel abverlangen. Positiv sind daher die getroffenen Maßnahmen unserer Bundesregierung. Sie sind vorausschauend und ermöglichen die notwendigen Wirtschaftsimpulse, insbesondere auf den Zukunftsgebieten Digitalisierung und Klimatechnologie.“ as

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