Bionik

Mehr Kraft aus dem Handschuh

Die schwedische Bioservo Technologies AB und die Schweizer Eichenberger Gewinde AG haben Ironhand, einen bionischen Handschuh entwickelt.

Der Bionik-Handschuh Ironhand gleicht Griffschwäche beim Menschen aus. © Photoservice.se

Ironhand besteht aus einem leichten Handschuh mit einer tragbaren Steuereinheit, die als Rucksack getragen wird. Innerhalb von Millisekunden kann sie die Griffkraft des Trägers um bis zu 80 Newton erhöhen. Das Herzstück in diesem Bausatz bilden fünf elektrisch angetriebene, kaltgerollte Kugelgewindetriebe von Eichenberger. Sie sind es, welche die Drehbewe­gung der kleinen Servomotoren in eine Linearbewegung umsetzen. Der beein­druckende Wirkungsgrad von über 94 Prozent gewährleistet eine optimale Antriebsleistung.

Dem Körper abgeschaut
Die Funktion von Ironhand ähnelt der unserer Hände. Ein Handgriff wird normalerweise von den Muskeln des Unterarms und der Hand eingeleitet. Diese Muskeln ziehen die Sehnen, die von den fünf Fingern ausgehen. Ironhand funktioniert genauso: Die druckempfindlichen Sensoren in den Fingerspitzen des Handschuhs erkennen, wann der Benutzer ein Objekt ergreift. Ein Mikrocomputer berechnet die erforderliche Leistung. Servo­motoren treiben fünf filigrane Kugelgewindetriebe 5 x 2 Millimeter (Durchmesser 5 Millimeter, Steigung 2 Millimeter) an. Diese sind durch dünne Drahtsehnen mit den Fingern des Handschuhs verbunden. Die feinen Verbindungen bewegen die Finger und die zusätzliche Kraft wird durch den schlanken Handschuh erzeugt. Je höher der Druck auf die Sensoren ist, desto mehr Leistung liefert der Handschuh. Ironhand erkennt also, wie der Benutzer einen Gegenstand greift und passt die Greifbewegung intuitiv und automatisch an. dsc

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